Toplanden

Am Berg zu landen kann ziemlich anspruchsvoll sein. Kleine Flächen mit unterschiedlichen Hangneigungen, Hinternissen und böigem Wind machen die Sache schwierig. Und man muss schnell entscheiden, wie stark man bremst oder ob man den Landeversuch abbricht und nochmal weiterfliegt.

Doch beim Fliegen im X-Alps Style ist Toplanden eine wichtige Fähigkeit, weil man dadurch z.B. eine schwache Phase abwarten kann, oder die Höhe bis ins Tal nicht einfach „verbrennt“.

Seit ein paar Flügen trainiere ich das bewusst und lande oft ein-, zweimal am Berg ein.

Wenn die Zwischenlandung dann noch an einem so spektakulären Ort ist, wie am Samstag am Furkapass, dann ist das ein echtes Highlight.

Andere Orte sind dagegen anspruchsvoller. Wie hier bei der Landung in einem Seitental im Prättigau mit Hindernissen und zunehmendem Föhn.

Links:

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Materialsuche abgeschlossen – Das Paket passt.

„Nicht der Schirm fliegt, sondern der Pilot!“ Daran liegt was. Wer diesen Spruch allerdings wörtlich nimmt, der unterschätzt die Entwicklung aktueller Produkte. In manchen Situationen ist es entscheidend, dass das Material mehr Leistung, besseres Handling, mehr Sicherheit oder weniger Gewicht hat.

Der Mensch fliegt nicht ohne Material.

Das Zusammenspiel von Material-Merkmalen und der Fähigkeiten des Piloten sind der Schlüssel zum Erfolg.

Nachdem es ziemlich lange gedauert hat bis das neue Gurtzeug (von dem viel abhängig ist) geliefert wurde, ging die Materialauswahl nun endlich weiter.

Und nach vielen Tests sind die Entscheidungen ziemlich schnell gefallen und das wichtigste Equipment ist nun vollständig zusammengestellt:

  • ein neuer Schirm
  • ein neues Gurtzeug
  • ein neues Vario (GPS)
  • ein neuer Helm
  • ein leichter Retter

Wie immer kann natürlich noch was optimiert werden: z.B. der Rucksack (Der Advance Lightpack wird zu gross) und die Flug-App fürs Smartphone (Die FreeFlight App fürs iPhone lässt mich in letzter Zeit häufig im Stich).

Aber die Grundausstattung passt.

Wenn morgen X-Alps wären, dann wär ich bereit.

Review: SKYWALK X-Range 2

„Auf das neue Wohnzimmer!“ Seit kurzem bin ich umgezogen. Komfortabel sitzt man im roten Designersessel, umhüllt vom schwarzen, aerodynamisch zugeschnittenen Hochglanzstoffen, unter denen zahlreiche funktionelle Raffinessen verbaut sind.

Genug geschwärmt – hier ein erster Eindruck meines neuen Gurtzeugs: SKYWALK X-Range 2

HIGHLIGHTS:

  • 🙂🙂🙂 Kleines Packvolumen dank Protektor mit PermAir Technologie (Der Protektor wird mit Hilfe des Inflation Bags, welcher als Blasebalg dient, aufgepumt. 12 cm dick | 32 G) (Im Bild das Gurtzeug im Inflation Bag inklusive Retter)
  • 🙂🙂🙂 Gewicht: knapp unter 2 kg. (inkl. Protektor und Inflation Bag)
  • 🙂🙂 Stabiles Flugverhalten durch kompakte, aufrechte Sitzposition
  • 🙂🙂 Zweistufiger Beschleuniger, der gut zu erreichen ist und dadurch auch schnell bedient werden kann.
  • 🙂 Gummischlaufe am Beinsack zum Einsteigen und um den Beinsack nicht am Boden zu schleifen.
  • 🙂 „Getränkehalter“ links und rechts hinter den Karabinern

KRITIKPUNKTE:

  • 🙁🙁🙁 Lange Lieferzeit. Fast drei Monate ab Bestellung (2 Monate + 24 Tage)
  • 🙁🙁 Oberer Rücken wird stark gekühlt. Dünne Materienlien und die anströmende Luft kühlen den Bereich hinter/unter den Schultern so sehr, dass es wirkt, als würde man an Kühlakkus lehnen.
  • 🙁 Ausschliesslich Sitzposition. Man kann „höher und tiefer“ sitzen, und „mehr oder weniger nach hinten gelehnt“, aber grundsätzlich sitzt man immer. Für mich (mit einer Körpergrösse von 194 cm) ist keine Liegeposition möglich. Das Liegen in der „Hängematte“ vermisse ich ein bisschen.

SONSTIGE EIGENSCHAFTEN:

  • 😶 Frontcontainer. Der Retter ist im Cockpit verbaut.
  • 😶 dünne Materialien.
  • 😶 fixe Länge des Bauchgurts. Der Abstand der Karabiner kann nicht variiert werden.

FRAGEZEICHEN:

  • Langlebigkeit. Das wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Hierzu werde ich ein Update geben.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Kauf und freue mich schon auf die nächsten Flüge damit. Ich hab immer Freude daran Material zu probieren, vor allem wenn es so gut durchdacht ist.

Links:

Timeline für die Redbull X-Alps 2019

Die Redbull X-Alpsthe world’s toughest adventure race – geht in die nächste Runde: am 16. Juni 2019.

Die Timeline:

  • 02. Juli – 31. August 2018 : Bewerbungsphase
  • 16. Oktober 2018 : Bekanntgabe der Teilnehmerliste
  • 13. März 2019 : Bekanntgabe Route mit den Wendepunkten
  • 13. Juni 2019 : Prologrennen als kleiner Vorgeschmack (hier kann ein Nightpass erkämpft werden)
  • 16. Juni 2019 : Startschuss für die Redbull X-Alps 2019

Bild von redbullxalps.com

Berglauf – ein Ziel erreicht :-)

Ein Ziel, das ich mir für das Projekt gesetzt hab, war die Rigi (mit 1300 Höhenmeter) hochzulaufen. Und das ist erreicht!

Ich bin mega motiviert. Der Berglauf ist eine neue Herausforderung und ein effizientes Training. In einer Woche waren die Laufeinheiten z.B.:

  • 1000 Höhenmeter an der Rigi
  • 1300 Höhenmeter die Rigi hoch (bei miesestem Regenwetter)
  • 1000 Höhenmeter die Nordkette in Innsbruck hoch

So darf es gern weitergehen. 😊

Rigi Kulm bei Regen und Nebel

Morgenlauf auf die Nordkette über Innsbruck